Das war das plattdeutsche Schauspiel von Fritz StavenhagenMudder MewsAufführungen von 1. Oktober bis 10. November 2006
Finkenwerder, Ende des 19. Jahrhunderts: In einem kleinen Haus gleich hinter dem Elbdeich auf Finkenwerder lebt der Fischer Willem Mews (Till Huster) mit seiner Familie in Eintracht zusammen. Willem versteht durchaus, dass seine Frau Elsbe (Birte Kretschmer) für Hausarbeit nur wenig übrig hat: Sie liebt stattdessen die Bücher und wäre gern Lehrerin geworden. Hugo, sein Bruder (Erkki Hopf), hat zwar den Hang zum leichtsinnigen Leben und zur Trunksucht vom Vater geerbt, aber Elsbes guter Einfluss brachte ihn auf den ordentlichen Weg zurück. Eines Tages taucht die Mutter von Willem und Hugo mit Lisbeth (Beate Kiupel), ihrer Tochter, auf, bei der sie bisher lebte und mit deren Mann sie in Streit geraten ist. Und weil er es für seine Sohnespflicht hält, nimmt Willem Mudder Mews (Heidi Mahler) bei sich auf, um für sie zu sorgen. Von Stund an ist es mit dem häuslichen Frieden vorbei … Der Autor des Stückes, Fritz Stavenhagen, der am 18. September 1876 in Hamburg das Licht der Welt erblickte, wurde nicht einmal 30 Jahre alt. – er starb am 9. Mai 1906 in Großborstel bei Hamburg. Dennoch zählt er zu den bedeutendsten niederdeutschen Autoren seiner Zeit. 2006, anlässlich des 100. Todestages von Fritz Stavenhagen steht mit „Mudder Mews“ sein wohl bekanntestes Schauspiel auf dem Spielplan des Ohnsorg-Theaters. 1977/78, im Rahmen des 75jährigen Ohnsorg-Jubiläums, wurde das Stück zuletzt am Ohnsorg-Theater gespielt, mit Heidi Kabel in der Titelrolle. In der Neuinszenierung von Adelheid Müther, die zum ersten Mal in den Großen Bleichen Regie führt, steht nun – vom 1. Oktober bis zum 10. November 2006 - Heidi Mahler, die seinerzeit in der Rolle der Elsbe zu sehen war, steht als Mudder Mews auf der Bühne, die Elsbe wird gespielt von Birte Kretschmer. Als Willem steht Till Huster auf der Bühne, als Hugo Erkki Hopf, die Lisbeth wird gespielt von Beate Kiupel.
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